Lebenslauf

Ein Lebenslauf soll den Personalchef in die Lage versetzen, möglichst schnell etwas über die Qualifikationen des Bewerbers zu erfahren. Bewerber sollten dort alles auflisten, was sie gut aussehen lässt – das können unter Umständen auch ehrenamtliche Tätigkeiten sein. Wer sich zum Beispiel für eine Stelle in einer öffentlichen Verwaltung bewirbt, sollte nicht verschweigen, dass er bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist.

Besonders wichtig sind im Lebenslauf die bisher erlangten Bildungs-Abschlüsse und Berufserfahrungen. Hier ist auch darauf zu achten, dass der Lebenslauf keine unerklärlichen Lücken aufweist. Längere Zeiten der Arbeitslosigkeit hinterlassen bei Personalern keinen guten Eindruck. Deshalb kann es sinnvoll sein, Zwangspausen zum Beispiel mit Praktika oder Lehrgängen zu überbrücken. Wer eine berufliche Auszeit genommen hat, um sich um den Nachwuchs oder pflegebedürftige Angehörige zu kümmern, sollte das unbedingt auch so im Lebenslauf vermerken.

Grundsätzlich sollte ein Lebenslauf Informationen zu folgenden Punkten enthalten:

  • Bewerbungsfoto
  • Vor- und Nachname, gegebenenfalls Geburtsname
  • Postanschrift, Telefonnummer (am besten Mobil) und E-Mail-Adresse
  • Geburtsdatum und -ort
  • Berufserfahrung und Praktika
  • Berufs- und/oder Hochschulausbildung
  • Wehr- oder Freiwilligendienst
  • Schulausbildung
  • Zusatzqualifikationen (zum Beispiel Software- und Sprachkenntnisse)
  • Interessen und Hobbys (insbesondere Ehrenämter, sportliche Aktivitäten, soziales Engagement)

Bewerbungsfoto
Die meisten Bewerber hören es nicht gern, aber es ist ein Tatsache, der sie sich auf keinen Fall verschließen sollten: mit dem Bewerbungsfoto steht und fällt die Bewerbung. Es spricht den Leser direkt und emotional an und hinterlässt einen bleibenden Eindruck – im Positiven wie im Negativen. Häufig entscheiden Foto und die ersten Zeilen des Lebenslaufs darüber, ob das Anschreiben überhaupt gelesen wird. Es ist deshalb ungeheuer wichtig, mit guten Bewerbungsfotos zu arbeiten.

Gut heißt in diesem Zusammenhang, dass der Bewerber möglichst symphathisch rüberkommen muss. Das klingt einfach, ist aber in der Realität gar nicht so leicht zu realisieren. Mit diesen Tipps sollte es aber klappen:

  • Vereinbaren Sie einen Termin in einem professionellen Fotostudio und bringen Sie viel Zeit mit.
  • Gute Fotos brauchen Zeit, und Zeit ist teuer. Gehen Sie davon aus, dass Sie für ihre Bewerbungsfotos 100 Euro oder mehr investieren müssen. Dafür können Sie damit rechnen, dass sich der Fotograf die Zeit nimmt, auf Sie einzugehen.
  • Treffen Sie sich vorher mit jemandem, dem Sie vertrauen, der sie bei der Wahl der Garderobe, Make-Up, Frisur und den möglichen Posen beraten kann.
  • Es kann hilfreich sein, gemeinsam mit einem Freund einige Probe-Fotos zu machen. Bei dieser Gelegenheit können Sie verschiedene Outfits ausprobieren und Sie erhalten ein Gefühl dafür, wie Sie sich vor der Kamera bewegen müssen.
  • Versuchen Sie, möglichst entspannt an die Fotosession heranzugehen. Wenn Sie sich unter Druck setzen, wird man das später auf den Fotos sehen.
  • Vermeiden Sie starkes Make-Up, auffälligen Schmuck und religiöse Symbole (zum Beispiel Halskette mit Kreuz-Anhänger).

Persönliche Daten
Bei den persönlichen Daten können Bewerber neben Name, Geburtsdatum und Geburtsort außerdem den Familienstand und die Staatsangehörigkeit angeben. Angaben zur Religion oder Informationen zu den Eltern werden heutzutage nicht mehr aufgeführt.

Berufserfahrungen und Praktika
Bei diesem Punkt sollten Bewerber darauf achten, dass sie ihre bisherigen Tätigkeiten lückenlos auflisten. Bei einzelnen Punkten können Bewerber durch gezielte Hinweise auf Tätigkeiten, die mit der angestrebten Position in Verbindung stehen, ihre Chancen verbessern.

Berufs- und/oder Hochschulausbildung
Wer eine Berufsausbildung absolviert hat, sollte dies im Lebenslauf mit Zeitraum, Ausbildungsrichtung und Ausbildungsbetrieb erwähnen. Bei einem Studium sollten Studienzeitraum, -ort, Fachrichtung und eventuell Studienschwerpunkte genannt werden. Auslandssemester sollten einzeln aufgeführt werden, ebenso der Studienabschluss mit Thema der Abschlussarbeit und Abschlussnote.

Dienste, Schulbildung und Qualifikationen
Bei Wehr- oder Freiwilligendienst sollten Zeitraum, Ort und Einrichtung aufgeführt werden. Nur bei der Schulbildung genügen glatte Jahreszahlen als Angabe des Zeitraums. Unter dem Punkt Zusatzqualifikationen können Bewerber auch Angaben machen, die auf den ersten Blick nichts mit der angestrebten Position zu tun haben. Fremdsprachenkenntnisse sind für eine Anstellung als Apotheker sicherlich nicht erforderlich. Dennoch ist es durchaus sinnvoll, solche Kenntnisse im Lebenslauf aufzuführen, weil das insgesamt einen positiven Eindruck vom Bewerber vermittelt.

Interessen und Hobbys
Etwas heikel ist der Punkt "Interessen und Hobbys". Dort sollten Bewerber wirklich nur die Punkte anführen, die Ihnen nützlich sein können. Alles, was einen direkten Bezug zu der auszuführenden Tätigkeit hat oder den Bewerber insgesamt in ein gutes Licht stellt, sollte genannt werden – alles andere besser nicht. Wer unsicher ist, was an dieser Stelle erwähnt werden sollte, kann sich an die folgenden Punkte halten:

  • Sportliche Aktivitäten sollten Bewerber erwähnen, wenn sie der Gesundheit dienen. Extremsportarten mit hohem Verletzungsrisiko besser weglassen.
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten: Wer bereit ist, sich privat zu engagieren, wird auch im Job nicht so schnell zurückstecken.
  • Soziales Engagement zeugt von Verantwortungsbewusstsein und Tatendrang: unbedingt erwähnen!
  • Musik: Es macht Eindruck, wenn jemand ein Instrument beherrscht. Wer sich für Pop-Musik interessiert, muss das an dieser Stelle nicht erwähnen.
  • kreative Hobbys wie Zeichnen oder Fotografie sollten Bewerber unbedingt nennen, wenn sie eine Anstellung in einem kreativen Bereich anstreben.