Früh übt sich: Schüler im Betrieb

Ein Praktikum zu machen, lohnt sich immer. Auch dann – oder sogar insbesondere dann – wenn es überhaupt keinen Spaß gemacht hat und man sich die Arbeit im Praktikumsbetrieb ganz anders vorgestellt hatte. Viele Jugendliche haben eine sehr idealistische Vorstellung von ihrem Traumberuf. Tierpfleger, Kfz-Mechatroniker, Architekt, Fotograf, Rockmusiker oder Model – die Berufswünsche Jugendlicher sind vielfältig. Die Realität ist um einiges vielfältiger. Allein im Landkreis Marburg-Biedenkopf wird in annähernd 200 Berufen im Dualen System ausgebildet. Hinzu kommen noch etwa 30 Ausbildungsberufe mit rein schulischer Ausbildung und die große Bandbreite der Berufe für Akademiker.

Besonders Schüler, die im Anschluss an ihren Schulabschluss direkt mit einer Ausbildung beginnen möchten, sollten möglichst früh praktische Erfahrungen in Betrieben sammeln. Das wird Ihnen nicht nur bei der Wahl des Ausbildungsberufs helfen, sondern ihnen auch im Bewerbungsverfahren einen Vorteil verschaffen. Wer in seinem näheren Umfeld keinen geeigneten Praktikumsplatz findet, sollte ruhig über den Tellerrand hinausschauen: in den Sommerferien bietet es sich zum Beispiel an, ein Praktikum in der Stadt anzutreten, in der die Großeltern oder andere Verwandte wohnen, die sich bestimmt über einen etwas längeren Besuch freuen. Eine große Link-Sammlung für Praktikumsplätze in ganz Deutschland gibt es online bei Schulweb.de. Sehr hilfreich ist außerdem das Buch "Chance Praktikum", das von der Verbraucherzentrale herausgegeben wird.