Bafög für Studierende

BAföG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Es regelt in Deutschland die staatliche, finanzielle Unterstützung für die Ausbildung von Schülern und Studenten. Die BAföG-Leistungen bestehen zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen. Die vier Komponenten, aus denen sich das BAföG zusammensetzt, sind der Grundbetrag, Zuschuss für Mietkosten, Zuschlag für Kranken- und Pflegeversicherung und Kinderbetreuungszuschlag.

Ob man ein Recht auf Förderung hat, hängt von mehreren Faktoren ab wie Staatsangehörigkeit, Eignung, Alter und Einkommen der Eltern bzw. des Ehepartners. Wenn man die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Berechtigung, sich in Deutschland dauerhaft aufzuhalten besitz, man fest entschlossen ist, das Ausbildungsziel tatsächlich zu erreichen, die Altersgrenze von 30 Jahren bei Ausbildungsbeginn noch nicht überschritten hat und das Einkommen der Eltern (Ehepartner) nicht ausreicht, um den Auszubildenden zu unterstützen, dann lohnt sich der Gang zum jeweiligen Amt für Ausbildungsförderung (Studentenwerke der Hochschulen). Dort bekommt man den Antrag auf Förderung, die so genannten Formblätter. Die Bearbeitung des Antrags kann bis zu sechs Wochen dauern, es ist von Vorteil, ihn zeitgleich mit dem Einschreiben an der Hochschule zu beantragen.

Die Förderleistungen gelten für ein Jahr, danach muss ein Folgeantrag gestellt werden. Die Förderungshöchstdauer richtet sich nach der Regelstudienzeit. Zu beachten ist jedoch, dass ab dem fünften Fachsemester nur nach Vorlage von Leistungsnachweisen, zum Beispiel das Zeugnis der Zwischenprüfung, die Förderung gewährleistet bleibt. Mit dem Nachweis dokumentieren die Auszubildenden, dass sie die den jeweiligen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen entsprechenden Studienfortschritte gemacht haben.