Praktikum

Schüler, die ein Praktikum absolvieren, müssen sich meist nicht um die Finanzierung kümmern: sie wohnen Zuhause und wenn sie für ihre Arbeit als Praktikant entlohnt werden, dann können sie damit ihr Taschengeld aufbessern.

Ganz anders sieht es meist aus, wenn Studierende ein Praktikum absolvieren. Sie leben in der Regel nicht mehr bei ihren Eltern und müssen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Vielen stellt sich dann ganz selbstverständlich die Frage, ob sie die Semesterferien für ein – meist eher schlecht bezahltes – Praktikum nutzen, oder bei einem öden Ferienjob in ein paar Monaten richtig Geld verdienen. Jedoch sollten Studierende bedenken, dass ein interessantes Praktikum im Lebenslauf bei der Jobsuche nach dem Studium sehr nützlich ist – ein Ferienjob an der Tankstelle wohl kaum.

Studierende die BAföG beziehen, dürfen pro Förderungsjahr 4.880 Euro dazuverdienen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie diesen Betrag innerhalb von drei Monaten einnehmen und dann die restlichen neun Monate kein Einkommen haben. Verdienen sie mehr, wird ihr Einkommen auf die Fördersumme angerechnet und die Förderung entsprechend gekürzt.

Strenger sind die Regeln für Studierende, die ein Pflichtpraktikum bzw. Praxissemester absolvieren: Ihr Verdienst wird (abzüglich Steuern und Sozialversicherungsabgaben) voll vom BAfög abgezogen. Insofern ist es zumindest in finanzieller Hinsicht für die Studierenden relativ unerheblich, ob sie für ihr Praktikum entlohnt werden, oder nicht. Das ist letztlich ein großer Vorteil, denn es macht sie unabhängiger in der Auswahl ihres Praktikumsplatzes.